Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 30. November

Apostel Andreas, der Erstberufene

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Der du vom Höchsten )
Der du vom Lichte * des Vorläufers warest gestaltet, * als der Abglanz, der ist eine Person, * erschien der väterlichen Herrlichkeit, * weil er retten wollte aus Barmherzigkeit das Menschengeschlecht, * da liefest du, Gepriesener, als erster zu ihm * hell erleuchtet im Verstande * durch den hellsten Glanz seiner Gottheit. * So wurdest du zum Künder * und Apostel Christi, unseres Gottes. * Ihn bitte, zu erretten * und zu erleuchten unsere Seelen.
( nach: Der du vom Höchsten )
Der durch die Stimme * des Vorläufers du warest belehrt, * als der allheilige Logos war Fleisch geworden, * um uns das Leben zu gewähren * und die Rettung denen auf Erden zu künden, * da folgtest du ihm, Allweiser, nach * und weihtest dich ihm als erste * und allheilige Opfergabe. * Ihn erkanntest du und gabest zu erkennen * ihn deinem Bruder als unseren Gott. * Ihn bitte, zu erretten * und zu erleuchten unsere Seelen.
( nach: Der du vom Höchsten )
Der du vom Sprosse * der Unfruchtbaren warst unterrichtet, * als aufging der jungfräulich Geborene, * der Lehrer der wahren Frömmigkeit, * und aufzeigte die Reinheit der Besonnenheit, * da wurdest du, seliger Andreas, * zum glühenden Liebhaber der Tugend * und hattest deine Wonne an den Aufstiegen im Herzen * und von Herrlichkeit zur unsagbaren Herrlichkeit * wardst du erhoben Christi unseres Gottes. * Ihn bitte, zu erretten * und zu erleuchten unsere Seelen.
( von Anatolios )
Ehre: Den Fischfang hast du aufgegeben, * stattdessen Menschen gefangen, Apostel, * mit der Angelrute der Verkündigung, * hast ausgeworfen wie einen Angelhaken * den Köder der wahren Frömmigkeit * und heraufgezogen die Völker alle * aus der Tiefe des Truges. * Andreas, Apostel, du Bruder des Koryphäen, * des Erdkreises ausgezeichneter Geleiter, * hör nicht auf, zu bitten * für alle, die wir lobpreisen * in Glauben und Liebe, du Allbesungener, * dein allzeit geehrtes Gedächtnis.
( auf die Vorfeier )
Jetzt, Theotokion: Tanze, Isaïas, empfange das Wort Gottes! * Künde voraus der Jungfrau Maria, * sie werde in Flammen stehn gleich dem Dornbusch, * doch nicht verbrennen im Feuer * durch den Glanz der Gottheit! * Bereite dich, Bethlehem! * Eden, öffne die Pforte! * Ihr Magier, macht euch auf, zu schauen das Heil, * das in Windeln gewickelt liegt in der Krippe! * Ihn zeigt an der Stern über der Höhle, * den Herrn, der gibt das Leben, * der da rettet unser Geschlecht.
Parimien
Lesung aus dem ersten ökumenischen Brief des Petrus
1 Petr 1, 1 - 2, 6 ( Stelle lesen: 1 Petr 1, 1 - 2, 6 ( Stelle lesen: 1 Petr 1, 1 bis 1 Petr 2, 6 ) )
Lesung aus dem ersten ökumenischen Brief des Petrus
1 Petr 2, 21 - 3, 9 ( Stelle lesen: 1 Petr 2, 21 - 3, 9 ( Stelle lesen: 1 Petr 2, 21 bis 1 Petr 3, 9 ) )
Lesung aus dem ersten ökumenischen Brief des Petrus
1 Petr 4, 1 -11 ( Stelle lesen: 1 Petr 4, 1 -11 )
Stichiren zur Litia
Ton 1. ( von Andreas von Kreta )
Der erstberufene Jünger * und Nachahmer des Leidens, dir gleichgestaltet, o Herr, * Andreas, der Apostel, * hat einst mit dem Angelhaken deines Kreuzes * jene emporgezogen und dir zugeführt, * die waren fehlgegangen in der Tiefe der Unwissenheit. * Auf seine Bitten, du überaus Guter, * gib Frieden unserem Leben * und rette unsere Seelen.
Besingen lasst uns, ihr Gläubigen, * den Bruder des Petrus, Andreas, den Jünger Christi. * Denn einst hat er das Meer durchzogen * mit Netzen und Fischfang betrieben. * Dann aber hat er den Erdkreis eingefangen * mit der Angelrute des Kreuzes * und die Völker aus dem Truge bekehrt durch die Taufe. * Da er nun aber steht bei Christus, * erbittet er der Welt den Frieden * und das große Erbarmen.
Das geistige Feuer, das erhellt die Gedanken * und verbrennt die Sünden, * hat im Herzen empfangen * der Apostel und Jünger Christi. * Und so schafft er Licht mit den mystischen Strahlen der Lehren * in den Herzen der unerleuchteten Völker * und setzt in Brand die Fabeleien * der Ruchlosen wie dürres Reisig. * Denn solche Wirkkraft besitzt das Feuer des Geistes. * Welch unerhörtes und furcht¬erregendes Wunder! * Die Natur von Ton, die Zunge aus Lehm, * der irdene Leib hat empfangen * die geistige und unstoffliche Erkenntnis. * So bitte, ins Unsagbare Eingeweihter * und Seher des Himmlischen, * dass erleuchtet werden unsere Seelen.
Ton 8.
Als du wandeln sahest auf Erden * den ersehnten Gott im Fleische, * du erstberufener Gottesseher, * da sprachest du zu deinem Bruder voll Freude: * Simon, wir haben gefunden den Ersehnten. * Dem Retter aber riefest du zu die Worte Davids: * Wie der Hirsch sich sehnt nach den Quellen der Wasser , * so sehnt sich meine Seele nach dir, o Christus Gott. * So wardst du durch das Ersehnen dem Ersehnten beigesellt * und schrittest durch das Kreuz hinüber * zu dem, den du ersehntest, * als wahrhaftiger Jünger * und wurdest zum Nachahmer voll Weisheit * seines Leidens durch das Kreuz. * Deshalb bitte voll Inbrunst, * der du auch teilhaftig bist geworden seiner Herrlichkeit, * für unsere Seelen.
( von Andreas von Jerusalem, nach anderen von Anatolios )
Ehre: Den Künder des Glaubens * und Diener des Logos, * Andreas, wir wollen ihn loben. * Denn er hat die Menschen * wie Fische aus der Tiefe gezogen, * anstelle der Angel das Kreuz in Händen. * Die Macht hat er ausgeworfen als Leine * und herangeholt die Seelen * hinweg vom Truge des Feindes * und sie Gott dargebracht als ihm genehme Gabe. * Allzeit wollen wir ihn, ihr Gläubigen, * mit dem Chore der Jünger Christi lobpreisen, * damit er bei ihm Fürbitte leistet, * auf dass er uns gnädig sei * am Tage des Gerichtes.
Stichiren zur Stichovna
Ton 5. ( nach: Sei gegrüßt )
Sei gegrüßt, du geistiger Himmel, * der von der Herrlichkeit Gottes erzählt allenthalben. * Als Erster bist du voller Glut * gefolgt dem Rufe Christi * und hast unmittelbaren Umgang mit ihm gepflogen. * Von ihm entflammt bist als zweites Licht du erschienen, * hast die im Dunkel durch deine Strahlen erleuchtet * und nachgeahmt seine Güte. * Deswegen wir begehen * deine allheilige Feier * und verehren voller Freude * den Schrein deiner Reliquien, * aus dem du lässt erfließen * denen das Heil, die es erbitten, und großes Erbarmen.
Über die ganze Erde ging aus ihr Schall, * bis an die Enden des Erdkreises ihre Worte. (Ps 18,5)
Den Ersten der Ersehnten hast du gefunden, * der sich umgeben hat, Andreas, Gottsinnender, * mit unserer Natur aus Barmherzigkeit * und hast dich ihm angeschlossen * aus glühendem Verlangen und deinem Bruder * zugerufen: Den verkündet haben die Propheten im Geiste, * gefunden haben wir ihn; komm, an seiner Lieblichkeit * wollen Seele und Gemüt wir ergötzen, * auf dass ins Licht wir uns lassen führen * durch seine Erhellungen, * die Finsternis des Truges und das Dunkel * der Unwissenheit verjagen. * Ihn aber, Christus, wollen wir lobpreisen, * der gewährt der Welt das große Erbarmen.
Die Völker, die Gott nicht kannten, * hast mit dem Netze du eingefangen * deiner Reden aus der Tiefe der Unwissenheit * und hast offenkundig aufgewühlt * die brackigen Meere, hast als bestes Pferd dich erwiesen, * des Gebieters über das Meer, o Besungener. * Du hast ausgetrocknet die Fäulnis der Gottlosigkeit * und ausgestreut das kostbare Salz deiner Weisheit. * Durch sie gerieten in Erstaunen * selbst jene, Apostel, Gepriesener, * die festhielten in starrer Dreistigkeit * an einer Weisheit, die sich als Dummheit hatte erwiesen, * da Christus sie nicht erkannten, * der gewährt der Welt das große Erbarmen.
Ton 3. ( von Germanos )
Ehre: Den Bruder des Petrus und Jünger Christi * den Fischefänger und Menschenfischer, * in Hymnen wollen wir ihn ehren, * Andreas, den Apostel. * Denn durch Unterweisungen hat er alle * unterrichtet in den Lehren Jesu. * Wie den Fischen einen Köder hat er überlassen * das Fleisch den Gesetzlosen und sie so eingefangen. * Auf seine Bitten gewähre * dem Volke, o Christus, den Frieden * und das große Erbarmen.
( auf die Vorfeier )
Jetzt, Theotokion: Sag uns, Ioseph, wie führst du schwanger nach Bethlehem, * die du als Jungfrau aus dem Heiligtum hast entgegengenommen? * Durchforscht hab ich, sagt er, die Propheten * und hab, vom Engel unterwiesen, die Überzeugung gewonnen, * dass Maria wird gebären * Gott auf unerklärliche Weise. * Ihn zu verehren, werden kommen Magier aus dem Osten * und ihm huldigen mit kostbaren Gaben. * Der du für uns bist Fleisch geworden, Herr, Ehre sei dir.
Tropar
Ton 4.
Als Erstberufener der Apostel * und Bruder ihres Hauptes * bitte den Gebieter über alles, Andreas, * dass Friede werde dem Erdkreis * und unsern Seelen das große Erbarmen.
Hochpreisung
Wir hochpreisen dich, / heiliger Apostel Andreas, // und wir ehren deine Krankheiten und Mühen, / mit denen du dich gemüht hast, / in der Verkündigung Christi.
Ode 1
, Ton 1.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Andreas, Verkünder Christi, reinige die meine Seele bedrängenden Gedanken und Worte durch die in dich eingedrungene göttliche Gnade, auf dass ich, reingeworden, dir würdig singen möge.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Durch Streben und unwandelbare Liebe erlerntest du der Tugend erste Stufen und gelangtest in die Höhe. Von ohnmächtiger Kraft bis zur höchsten Macht hast du sie erklommen, Andreas.
Ode 3
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
O Andreas, dürstend nahtest du dich, von niemandem gezwungen, aus eigenem Streben der Quelle, gleich dem Hirsche. Da du ihn fandest, verkündetest du es allen, und da du trankest, labtest du mit dem Wasser der Unsterblichkeit alle Welt und stilltest den Durst.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Mit den Netzen des Wortes fingest du aus der Tiefe der Versuchungen die geistigen Fische, ? Apostel, und brachtest sie als reine Früchte, die da erleuchtet waren im Körper von der Gnade, zur Tafel des Herrn.
Ode 4
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Deine Netze verließest du, nahmst das Kreuz und folgtest dem dich rufenden Christus. Das Netz des Geistes breitetest du aus, nicht Fische, sondern Menschen zu fangen. Ehre sei ihm, der dir schenkte den Geist.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du empfingst den Geist der flammenden Rede und wurdest so Gott wohlgefällig, ? Apostel. Du umschrittest die Herrlichkeit des Himmels und erkanntest die geistigen Tugenden. Lass auch uns an ihnen teilhaben.
Ode 5
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Apostel Andreas, du empfingst den Ersehnten. Nun wohnest du mit ihm in den himmlischen Gefilden, denn du empfingst würdig den Lohn deiner Mühen. Deshalb verherrlichen wir dich in Liedern.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Lieb gewannst du den Herrscher und eiltest, ihm zu folgen auf seinem Wege und erlangtest so das Leben. Bis zu seinen Leiden und Sterben warst du ihm treu, ehrwürdiger Andreas.
Ode 6
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Ein Meister des Fischfangs und ein Jünger des Glaubens bist du, und lotest aus die Tiefe der glaubenden Menschen. Die Angel des Wortes tauchst du hinab und fängst uns damit ein.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
In deinem Herzen entbrannte die Liebe Christi, ? Jünger des Herrn. Deshalb riefst du den Völkern zu: Euer Licht verlöscht, denn Christus ist wahrhaftig erschienen.
Kondak
Ton 2.
Lasset uns die Kraft des gerühmten Gottkünders und Weggefährten des Apostelfürsten der Kirche, des Bruders Petri, hochpreisen, dass, wie einst ihm, nun auch uns der Ruf erschalle: Nahet euch, denn gefunden ist der Ersehnte.
Ode 7
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Das göttliche Wasser des Lebens erwies dich als geistigen Strom der Verkündigung, Seliger, der alle Fluten der Versuchungen versiegen lässt, den Trinkenden aber zuruft: Gelobt und verherrlicht ist der Gott unserer Väter.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Erdgeboren warst du, ? Apostel, doch wirktest du überirdisch. Mit Liebe kämpftest du und folgtest Christum, der dich liebgewann. Deshalb sangest du: Gelobt und verherrlicht ist der Gott unserer Väter.
Ode 8
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Zu unserer Heilung erscheint heut als lichtspendender und Freude bringender Strahl dein göttliches Gedenken, Apostel Christi, Andreas. Deshalb rufen wir: Alle Werke des Herrn, lobet den Herrn, und erhebet ihn in alle Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du empfingst den Körper eines Menschen, doch überschrittest du dessen Grenzen und tratest ein in die Gefilde der Engel, ? Apostel Andreas, und riefst: Alle Werke des Herrn, lobet den Herrn, und erhebet ihn in alle Ewigkeit.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Als strahlender Jünger sehntest du dich, gleich deinem Gebieter gekreuzigt zu werden. Bis in den Tod folgtest du ihm und erhobst dich frohlockend auf die Höhe des Kreuzes, gleich als stiegest du in die Höhe der Himmel, seliger Apostel.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die Tore Edens öffneten sich dir, und herab kam die himmlische Leiter. Sie führte dich in die himmlischen Gefilde, und so nahtest du dich jubelnd dem Throne Christi, des Lebensspenders, ? Apostel, als ein auserwählter Fürsprecher der Welt.
nach 9. Ode
Das anfanglose Wort erwählte dich, Allseliger, und erwies dich als Erstberufenen aller Apostel, ewig denkwürdiger Andreas. Seinen Spuren folgend, wurdest du der Führer aller Verirrten, denen du weise zeigst die Höhe des göttlichen Weges.
Stichiren zum Lob
Ton 1.
Freue dich, Bethsaida, in dir erblühten aus dem Schoße der Mutter die herrlichen Reben Petrus und Andreas. Aller Welt verkündeten sie durch Christi Gnade die Botschaft des Glaubens und wurden teilhaftig der Leiden des Herrn.
Freue dich und juble, Andreas, denn offenkundig empfingst du durch das Wort der Sonne Strahlen aller Gerechtigkeit, Christi, des Lebensspenders. Ihm folgend verkündetest du den Glauben. Bitte den Herrn ohne Unterlass für alle, die dich gläubig verherrlichen.
Patros empfing in dir den Hirten und göttlichen Lenker, den Befreier aus allen Nöten, den weisen Bewahrer, Andreas, und gedenkt dankbar deiner. Bete ohne Unterlass für uns, und erhalte uns unversehrt.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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