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Orthodoxe Gottesdienste
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Lesungen zu den 11 Auferstehungsevangelien

Erstes Auferstehungsevangelium

In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie befohlen hatte. Und als sie ihn sahen, beteten sie ihn an; einige von ihnen aber zweifelten. Und Jesus trat hinzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Vollmacht gegeben worden im Himmel und auf Erden. Gehet also hin und machet alle Nationen zu Jüngern, und taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zur Vollendung des Weltalters. Amen. (Mt 28, 16-20)*
Exapostelarion
Mit den Jüngern wir wollen gehn * zum Berge Galiläas, * um gläubig Christus dort zu sehn, * der sagt, dass er die Macht hat * über Himmels- und Erdenwelt, * verstehen seine Lehre, * zu taufen auf den Namen sei'n * des Vaters alle Völker * des Sohnes und des Heil'gen Geists, * und wie er fest versichert, * er werde bei den Jüngern sein, * bis kommen wird das Ende.
Theotokion
Mit den Jüngern du freutest dich, * o Gottesmutter Jungfrau, * als Christus dir vor Augen trat, * erstanden aus dem Grabe * am dritten Tag, wie er gesagt; * er lehrte, die ihn sahen, * wies auf das Höhere sie hin, * befahl ihnen zu taufen * auf Vater, Sohn und auf den Geist, * auf dass wir mögen glauben * an seine Auferweckung fest * und dich, o Jungfrau, preisen.
Stichire zum Evangelium
Ton 1
Auf dem Berge trat der Herr zu den Jüngern, * die sich eilends dorthin hatten begeben * der Auffahrt wegen von der Erde; * und sie fielen vor ihm nieder, * erfuhren von der Macht, die überall ihm war gegeben, * und wurden entsandt auf die ganze Erde unter dem Himmel, * um zu verkünden die Auferstehung von den Toten * und die Rückkehr in die Himmel. * Auch dass er auf immer werde bei ihnen sein, * verhieß ihnen der untrügliche Christus, * der Gott und Retter unserer Seelen.

Zweites Auferstehungsevangelium

In jener Zeit, als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalene und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sehr früh am ersten Wochentag kommen sie zur Grabstatt, als die Sonne aufzugehen begann. Und sie sprachen zueinander: Wer wird uns den Stein von der Tür der Grabstatt wegwälzen? Und als sie aufblickten, sehen sie, dass der Stein weggewälzt ist; denn er war sehr groß. Und als sie in die Grabstatt hineingingen, sahen sie einen Jüngling zur Rechten sitzen, bekleidet mit einem weißen Prachtgewand, und sie erschraken. Er aber spricht zu ihnen: Erschrecket nicht; ihr suchet Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferweckt worden, er ist nicht hier. Siehe da der Ort, wo man ihn hingelegt hatte. Aber gehet hin, saget seinen Jüngern und dem Petrus, dass er euch nach Galiläa vorausgeht. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von der Grabstatt; es hatte sie aber Zittern und Außer-sich-Sein erfasst. Und sie sagten niemandem etwas; denn sie fürchteten sich. (Mk 16, 1-8)*
Exapostelarion
Den Stein sie schauten weggewälzt; da waren jene Frauen, * die Myrrhen trugen, froh gar sehr. Denn drinnen in dem Grabe * sie einen Jüngling sitzen sahn, und dieser sprach zu ihnen: * Siehe, Christus erstanden ist. Den Jüngern also saget * mitsamt dem Petrus: Auf den Berg in Galiläa steiget! * Wie er' s den Freunden prophezeit, wird er euch dort erscheinen.
Theotokion
Ein Engel überbrachte einst das 'Sei gegrüßt' der Jungfrau, * bevor sie, Christus, dich empfing; und auch von deinem Grabe * ein Engel wälzte weg den Stein. Der eine statt der Trauer * der Freude Zeichen unsagbar, der andre statt des Todes * dich sagt als Lebenspender an und preist dich auf das höchste. * Er tut die Auferstehung kund den Frauen und den Jüngern.
Stichire zum Evangelium
Ton 2
Die Frauen um Maria, * die waren herbeigekommen mit Myrrhen * und waren in Sorge darum gewesen, * wie sie hin?ingelangen könnten zu dem Ersehnten, * sie sahen den Stein beiseite geschoben * und einen göttlichen Jüngling, * der besänftigte die Verwirrung ihrer Seelen. * Denn auferstanden ist, so sprach er, Jesus, der Herr. * So verkündet den Jüngern, seinen Verkündern, * dass sie ?ilen sollen nach Galiläa. * Und ihr werdet ihn schauen * auferstanden von den Toten * als den Lebenspender und Herrn.

Drittes Auferstehungsevangelium

In jener Zeit, als Jesus aber früh am ersten Tag der Woche auferstanden war, erschien er zuerst Maria Magdalene, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Jene ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren, welche trauerten und weinten. Und als jene hörten, dass er lebe und von ihr gesehen worden sei, glaubten sie es nicht. Danach aber machte er sich zweien von ihnen, die unterwegs waren, in anderer Gestalt offenbar, als sie aufs Land gingen. Und jene gingen hin und verkündeten es den übrigen; auch jenen glaubten sie es nicht. Später machte er sich den Elfen selbst offenbar, als sie zu Tische lagen, und er schalt ihren Unglauben und ihre Herzenshärte, dass sie denen, die ihn auferweckt geschaut, nicht geglaubt hatten. Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget der ganzen Schöpfung das Evangelium. Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig geblieben ist, wird verurteilt werden. Diese Zeichen aber werden denen folgen, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; sie werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen keineswegs schaden; auf Kranke werden sie die Hände auflegen, und es wird ihnen wohl gehen. Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Jene aber gingen aus und predigten überall, wobei der Herr mitwirkte und das Wort bestätigte durch die darauffolgenden Zeichen. Amen. (Mk 16, 9-20)*
Exapostelarion
Dass Christus auferstanden ist, * daran soll niemand zweifeln. * Denn der Maria er erschien, * ward dann geschaut von jenen, * die wanderten hin übers Land, * zeigt nochmals sich den Jüngern, * den Elfen, die lagen zu Tisch, * sandte sie aus zu taufen, * fuhr in die Himmel auf, woher * er war herabgestiegen, * bestätigt die Verkündigung * mit seiner Zeichen Fülle.
Theotokion
O Sonne, aufgegangen bist * du wie aus dem Gemache * der Bräutigam heut aus dem Grab * und hast beraubt den Hades. * Entkräftet hast du auch den Tod * auf Bitten deiner Mutter. * Das Licht, so send es aus zu uns, * das Licht, welches die Herzen * und Seelen helle macht, das Licht, * das alle weist zu schreiten * auf Pfaden deiner Anordnung * und auf des Friedens Wegen.
Stichire zum Evangelium
Ton 3
Maria von Magdala brachte die Botschaft von der Auferstehung * des Erretters von den Toten und seinem Erscheinen. * Weil ihr nicht glauben wollten die Jünger, * wurden sie gescholten wegen der Härte ihrer Herzen. * Doch ausgerüstet mit Zeichen und Wundern * wurden sie ausgesandt zur Verkündigung. * Du selber, o Herr, wurdest hinaufgenommen * zum Vater, dem Urquell des Lichtes. * Sie aber verkündeten das Wort allerorten, * beglaubigt durch die Wunder. * So lobpreisen wir, durch sie erleuchtet, * deine Auferstehung von den Toten, * o Herr, du Menschenliebender.

Viertes Auferstehungsevangelium

In jener Zeit, am ersten Wochentag aber, ganz in der Frühe, kamen sie zur Grabstatt und brachten die wohlriechenden Öle, die sie bereitet hatten, und einige waren mit ihnen. Sie fanden aber den Stein von der Grabstatt weggewälzt; und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. Und es geschah: Als sie darüber ratlos waren, ja siehe, da traten zwei Männer in blitzenden Kleidern zu ihnen. Als sie aber in Furcht gerieten und das Angesicht zur Erde neigten, sprachen sie zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten? Er ist nicht hier, sondern ist auferweckt worden. Gedenket, wie er zu euch geredet hat, als er noch in Galiläa war, als er sprach: Der Menschensohn muß in die Hände sündiger Menschen überliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen. Und sie gedachten seiner Worte; und sie kehrten von der Grabstatt zurück und verkündeten dies alles den Elfen und allen übrigen. Es waren aber Maria Magdalene und Joanna und Maria, die Mutter des Jakobus, und die übrigen mit ihnen, die dies zu den Aposteln sagten. Und ihre Worte schienen vor ihnen wie Geschwätz, und sie glaubten ihnen nicht. Petrus aber stand auf und lief zur Grabstatt; und als er sich vorbückte, sieht er die Leinentücher allein daliegen, und er ging weg nach Hause, verwundert über das Geschehene. (Lk 24, 1-12)*
Exapostelarion
Im Strahlenglanz der Tugenden lasst schauen uns die Männer, * die sich im Grab, das Leben birgt, in leuchtenden Gewändern * den Frauen, die gesenkten Blickes Myrrhen trugen, zeigten. * Die Kunde von des Himmelsherrn Erweckung lasst uns hören. * Herbei zum Leben in dem Grab mit Petrus lasst uns eilen * und harrend, um Christus zu sehn, bestaunen das Geschehen.
Theotokion
Du riefest laut das 'Seid gegrüßt' und nahmest so die Trauer * der Voreltern hinweg, o Herr; ob deiner Auferstehung * du brachtest Freude in die Welt; drum sende Licht durch jene, * die dich geboren, das erhellt die Herzen, Lebenspender, * das Licht deiner Erbarmungen, auf dass dir Lob ertöne: * O Gottmensch, der die Menschen liebt, Ehre deiner Erweckung!
Stichire zum Evangelium
Ton 4
Es war früh am Morgen, o Christus, * als die Frauen kamen zu deinem Grabe. * Doch den Leib, nach dem es sie verlangte, fanden sie nicht. * Da sie nun ratlos waren, traten ihnen entgegen * Männer in strahlenden Gewändern und sprachen: * Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten? * Er ist auferstanden, wie er vorhergesagt. * Wie könnt ihr vergessen haben seine Worte? * Davon ließen sie sich überzeugen * und gaben Kunde von dem, was sie gesehen. * Doch die Heilsbotschaft erschien wie leeres Geschwätz. * So sehr waren noch trägen Geistes die Jünger. * Petrus aber eilte hin, * und als er sah mit eigenen Augen, * da pries er deine an ihm gewirkten Wunder.

Fünftes Auferstehungsevangelium

In jener Zeit stand Petrus auf und lief zur Grabstatt; und als er sich vorbückte, sieht er die Leinentücher allein daliegen, und er ging weg nach Hause, verwundert über das Geschehene. Und siehe, zwei von ihnen gingen am selben Tage zu einem Dorf, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt war, namens Emma’us. Und sie unterhielten sich miteinander über alle diese Ereignisse. Und es geschah: Während sie sich unterhielten und miteinander austauschten, nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen; aber ihre Augen wurden gehalten, so dass sie ihn nicht erkannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind dies für Reden, die ihr beim Gehen miteinander wechselt, und blicket finster einher? Der eine aber, namens Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der einzige, der in Jerusalem als Besucher weilt und nicht weiß, was in diesen Tagen darin geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesus, dem Nazoräer, der ein Prophet war, mächtig in Werk und Wort vor Gott und dem ganzen Volk; und wie ihn unsere Hohenpriester und Vorsteher zum Todesurteil überlieferten und ihn kreuzigten. Wir aber hofften, dass er es sei, der Israël erlösen werde. Doch mit allem diesem bringt er heute jedenfalls den dritten Tag zu, seitdem dies geschehen ist. Aber auch einige Frauen von uns haben uns außer Fassung gebracht: Als sie frühmorgens bei der Grabstatt waren und seinen Leib nicht fanden, kamen sie und sagten, dass sie sogar eine Erscheinung von Engeln gesehen hätten, die sagten, dass er lebe. Und einige von denen, die mit uns sind, gingen zur Grabstatt und fanden es so, wie auch die Frauen gesagt hatten; ihn aber sahen sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen und Trägen im Herzen, um an alles zu glauben, was die Propheten geredet haben. Musste nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und von Moses und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften, was ihn betraf. Und sie nahten sich dem Dorf, wohin sie gingen; und er stellte sich, als wolle er weitergehen. Und sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es ist gegen Abend, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah: Als er mit ihnen zu Tische lag, nahm er das Brot und segnete es; und als er es gebrochen hatte, reichte er es ihnen. Ihre Augen aber wurden geöffnet, und sie erkannten ihn; und er wurde unsichtbar vor ihnen. Und sie sprachen zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, wie er auf dem Weg zu uns redete und wie er uns die Schriften öffnete? Und sie standen zur selben Stunde auf und kehrten nach Jerusalem zurück. Und sie fanden die Elf und, die mit ihnen waren, versammelt, die sagten: Der Herr ist wahrlich auferweckt worden und dem Simon erschienen. Und sie berichteten, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt worden war am Brechen des Brotes. (Lk 24, 12-35)*
Exapostelarion
Das Leben, Christus, und der Weg * aus Toten sich gesellte * dem Kleopas und Lukas bei; * die aber ihn erkannten * zu Emmaus, als er brach das Brot; * die Seelen ihnen brannten * und Herzen, als er auf dem Weg * mit ihnen sprach und legte * die Schriften auf sein Leiden aus. * Mit ihnen lasst uns rufen: * Erweckt er ward und ist zumal * erschienen auch dem Petrus.
Theotokion
Deinem Erbarmen ohne Maß, * mein Schöpfer, ich lobsinge, * weil du dich selbst entäußert hast, * zu kommen und zu retten * der Sterblichen verdorbene * Natur, hast' s angenommen * als Gott aus reiner Gottesmagd * gleich mir geborn zu werden, * hinab zum Hades gar zu gehn, * o Logos, um zu retten * auf deiner Mutter Fürsprache, * Gebieter, Allerbarmer.
Stichire zum Evangelium
Ton 5
O deiner weisen Ratschlüsse, o Christus! * Wie hast du dem Petrus durch die Leinentücher allein * zur Einsicht in deine Auferstehung geholfen, * zu Lukas aber und Kleopas dich gesellt auf dem Wege * und mit ihnen gesprochen, * ohne im Gespräche dich sogleich zu offenbaren? * Und so wurde dir vorgehalten, * du seist der einzige Fremdling in Jerusalem, * der nicht betroffen sei von seinen jüngsten Ränken. * Doch weil du alles einrichtest zum Nutzen des Geschöpfes, * hast du auch dargelegt das von den Propheten über dich Gesagte * und dich beim Segnen des Brotes ihnen zu erkennen gegeben, * wenn auch zuvor schon ihre Herzen * waren entflammt gewesen zu deiner Erkenntnis. * Und sie verkündeten den versammelten Jüngern * klar und deutlich nun deine Auferstehung. * Durch sie erbarme dich unser!

Sechstes Auferstehungsevangelium

In jener Zeit, als Jesus von den Toten auferstanden war, stellte er selbst sich in ihre Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch. Sie aber – erschrocken und von Furcht erfüllt – meinten, einen Geist zu sehen. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr aufgewühlt, und warum steigen Überlegungen auf in euren Herzen? Sehet meine Hände und meine Füße, dass ich es selbst bin; betastet mich und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Gebein, gleichwie ihr mich haben schaut. Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße. Weil sie aber vor Freude noch ungläubig waren und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr etwas Essbares hier? Sie aber gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch und von einer Honigwabe; und er nahm es und aß vor ihren Augen. Er sprach aber zu ihnen: Dies sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was über mich geschrieben steht in dem Gesetz des Moses und den Propheten und Psalmen. Dann öffnete er ihre Geistkraft, um die Schriften zu verstehen; und er sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tage auferstehen von den Toten und in seinem Namen Umgeisten und Vergebung der Sünden gepredigt werden zu allen Nationen, anfangend von Jerusalem. Ihr aber seid Zeugen dieser Dinge; und siehe, ich sende die Verheißung meines Vaters auf euch. Ihr aber, bleibet in der Stadt Jerusalem, bis ihr bekleidet werdet mit Kraft aus der Höhe. Er führte sie aber hinaus bis nach Bethania, und er erhob seine Hände und segnete sie. Und es geschah: Während er sie segnete, schied er von ihnen und ward hinaufgetragen in den Himmel. Und sie huldigten ihm und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude. Und sie waren allezeit im Heiligtum und lobten und segneten Gott. Amen. (Lk 24, 36-53)*
Exapostelarion
Dass Mensch du bist dem Wesen nach, * erzeigend, o Erretter, * nahmst Anteil an der Speise du, * erstanden aus dem Grabe, * stellst in die Mitte dich und lehrst, * die Umkehr zu verkünden. * Sodann wurdest zum Vater du * im Himmel aufgenommen. * Zu senden kündetest du an * den Helfer deinen Jüngern. * O Gottmensch, übergöttlicher, * Ehre deiner Erweckung.
Theotokion
Der Urheber der Schöpfung da * und Gott ist über alles, * hat angenommen sterblich Fleisch * aus deinem reinen Blute, * o Jungfrau, du Allheilige; * denn neu hat er die ganze * verdorbene Natur gemacht, * da er dich hat belassen * nach dem Gebären wie zuvor; * darum wir alle gläubig * dir mit dem Rufe sagen Ruhm: * Gruß dir, des Kosmos Herrin!
Stichire zum Evangelium
Ton 6
Als du, wahrhaft Gottes Friede, * o Christus, für die Menschen, * deinen Frieden hast gegeben * nach der Auferweckung den Jüngern, * da hast du sie in Schrecken versetzt, * weil sie meinten, einen Geist zu sehn. * Doch hast du besänftigt * die Bestürzung ihrer Seelen * durch das Zeigen deiner Hände und Füße. * Da sie indes noch zweifelten, * eröffnetest du ihnen * durch die Teilnahme am Mahle * und die Erinnerung an die Unterweisungen * den Sinn, die Schriften zu verstehen. * Du gewährtest ihnen die Verheißung * des Vaters und segnetest sie * und schiedest in den Himmel. * Darum beten wir dich an mit ihnen: * Herr, Ehre sei dir!

Siebtes Auferstehungsevangelium

In jener Zeit, am ersten Tag der Woche kommt Maria Magdalene früh, als noch Finsternis war, zur Grabstatt und erblickt den Stein von der Grabstatt weggenommen. Sie läuft nun und kommt zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Man hat den Herrn aus der Grabstatt weggenommen, und wir wissen nicht, wo man ihn hingelegt hat. Petrus ging nun hinaus und der andere Jünger, und sie kamen zur Grabstatt. Die beiden aber liefen zusammen los, und der andere Jünger lief voraus, weil er schneller als Petrus war, und kam zuerst zur Grabstatt; und sich vornüber beugend, erblickt er die Leinentücher daliegen; hinein ging er indes nicht. Simon Petrus, der ihm folgte, kommt nun, ging in die Grabstatt hinein und schaut die Leinentücher daliegen und das Schweißtuch, das auf seinem Haupt war, nicht bei den Leinentüchern liegen, sondern für sich zusammengewickelt an einem Ort. Dann ging nun auch der andere Jünger hinein, der zuerst zur Grabstatt gekommen war, und er sah und glaubte. Denn sie wussten aus der Schrift noch nicht, dass er aus den Toten auferstehen musste. Nun gingen die Jünger wieder fort zu sich. (Joh 20, 1-10)*
Exapostelarion
Dass man den Herrn hinweggeschafft, das meldete Maria. * Da eilten Simon Petrus und der Andere zum Grabe, * der Jünger, den Christus geliebt; sie liefen aber beide * und fanden dort die Linnen vor, die lagen drin alleine. * Des Hauptes Schweißtuch aber war abseits an anderm Platze. * Drum stille wieder wurden sie, bis Christus sie dann schauten.
Theotokion
So Großes und Unfassliches hast du um meinetwillen, * mein Christus, Vielbarmherziger, vollbracht; denn aus der Jungfrau * bist unerklärlich du geborn, hast auch das Kreuz erduldet * und hast erlitten gar den Tod, bist herrlich doch erstanden * und hast auch unsere Natur damit befreit vom Tode. * Ehre sei, Christus, deinem Ruhm und Ehre deiner Stärke.
Stichire zum Evangelium
Ton 7
Siehe, die Dunkelheit und die Frühe! * Was bist du zum Grabe, Maria, gekommen, * voller Dunkel in deinem Innern? * Von wem wohin, so fragst du, ward Jesus gelegt. * Schau doch die Jünger, die miteinander liefen, * wie sie in den Leinenbinden und dem Schweißtuch * ein Zeugnis für die Auferstehung erkannten * und sich dessen erinnerten, was darüber geschrieben steht. * Mit ihnen und durch sie sind auch wir zum Glauben gekommen * und besingen dich als Christus, * den Lebenspender.

Achtes Auferstehungsevangelium

In jener Zeit stand Maria weinend draußen bei der Grabstatt. Wie sie nun weinte, beugte sie sich vornüber in die Grabstatt und schaut zwei Engel in Weiß dasitzen, einen bei dem Haupt und einen bei den Füßen, wo der Leib Jesu gelegen hatte. Und jene sagen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Weil man meinen Herrn geholt hat und ich nicht weiß, wo man ihn hingelegt hat. Und als sie dies gesagt hatte, wandte sie sich zurück und schaut Jesus dastehen; und sie wusste nicht, dass es Jesus ist. Jesus spricht zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Jene – in der Meinung, es sei der Gärtner – spricht zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich werde ihn holen. Jesus spricht zu ihr: Maria. Sich umwendend, spricht jene zu ihm: Rabbuni – was Lehrer heißt. Jesus spricht zu ihr: Berühre mich nicht, denn ich bin noch nicht aufgestiegen zu meinem Vater. Gehe aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich steige auf zu meinem Vater und eurem Vater, und zu meinem Gott und eurem Gott. Maria Magdalene kommt und verkündet den Jüngern, dass sie den Herrn gesehen, und er dies zu ihr gesagt habe. (Joh 20, 11-18)*
Exapostelarion
Als die zwei Engel sie erblickt * dort drinnen in dem Grabe, * geriet Maria außer sich, * und Christus nicht erkennend * hielt sie ihn für den Gärtner, fragt: * Wohin hast du den Körper * meines Jesus, o Herr, gelegt? * Doch merkt sie an der Stimme, * dass er es ist, der Retter selbst, * vernimmt: Nach mir nicht greife! * Zum Vater nun ich gehe fort; * so sag es meinen Brüdern!
Theotokion
Der Dreiheit Einen unsagbar * hast, Jungfrau, du geboren, * der zweifach ist in der Natur * und zweifach in der Wirkkraft, * ein einziger doch in Person. * Zu diesem allzeit flehe * für uns, die wir im Glauben dich * verehren, dass Erlösung * wir all' aus jedem Hinterhalt * des Feindes finden mögen. * Denn zu dir wir uns flüchten nun, * o Herrin, Gottesmutter.
Stichire zum Evangelium
Ton 8
Die Tränen der Maria * sind nicht vergeblich heiß geflossen. * Denn siehe, sie ward gewürdigt * der belehrenden Engel * und deines Anblicks, o Jesus. * Freilich sann sie noch Irdisches * als eine Frau, mit Schwäche behaftet. * Darum auch wurde ihr verwehrt, * dich zu berühren, o Christus. * Gleichwohl wurde sie als Botin * zu deinen Jüngern gesandt, * denen die frohe Botschaft sie sagte * und ankündigte den Aufstieg * zum väterlichen Erbe. * Mit ihr würdige auch uns * deiner Erscheinung, * o Gebieter und Herr.

Neuntes Auferstehungsevangelium

Als es nun Abend war an jenem Tag, dem ersten der Woche, und die Türen, wo die Jünger sich versammelt hatten, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus, trat in die Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch. Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, weil sie den Herrn sahen. Jesus sprach nun wiederum zu ihnen: Friede euch. Wie mich der Vater gesandt hat, so schicke auch ich euch. Und nachdem er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und spricht zu ihnen: Empfanget den Heiligen Geist. Welchen ihr die Sünden vergebet, denen sind sie vergeben; welchen ihr sie behaltet, sind sie behalten. Thomas aber, einer von den Zwölfen, der auch Didymus genannt wird, war nicht mit ihnen, als Jesus kam. Es sagten nun die anderen Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meinen Finger in das Mal der Nägel lege und meine Hand in seine Seite lege, so werde ich keineswegs glauben. Und nach acht Tagen waren seine Jünger wiederum drinnen und Thomas mit ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, trat in die Mitte und sprach: Friede euch. Dann spricht er zu Thomas: Führe deinen Finger hierher und sieh meine Hände, und führe deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig. Und Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, bist du zum Glauben gekommen. Selig, die nicht gesehen und doch geglaubt haben. Viele auch andere Zeichen nun hat Jesus vor seinen Jüngern getan, die nicht in diesem Buche geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubet, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr als Glaubende Leben habt in seinem Namen. (Joh 20, 19-31)*
Exapostelarion
Als bei geschlossnen Türen du hereinkamst, o Gebieter, * erfülltest die Apostel du mit Allheiligem Geiste, * hauchtest den Frieden ihnen ein; zu binden und zu lösen * die Sünden sprachst du ihnen zu; und wieder nach acht Tagen * dem Thomas deine Seite du erzeigtest und die Hände. * Mit ihm den Ruf wir stimmen an: O Herr und Gott, du bist es!
Theotokion
Als du erblicktest deinen Sohn erstanden aus dem Grabe * am dritten Tage, Gottesbraut, o Jungfrau du allheilig, * da tatst du alle Trübsal ab, die dich als Mutter quälte, * als du ihn leiden musstest sehn, und Freude dich erfüllte. * Mit seinen Jüngern stimmtest du das Lob ihm an im Liede. * Drum rette jene nun, die dich als Gottesmutter künden.
Stichire zum Evangelium
Ton 5
Wie am Ende der Zeiten, o Christus, * erschienest du plötzlich den Freunden * am Abend nach dem Sabbat. * Durch ein Wunder bestätigtest du das Wunder, * durch den Eintritt nämlich bei verschlossenen Türen * deine Auferstehung von den Toten. * So erfülltest du mit Friede die Jünger, * gabest ihnen den Heiligen Geist * und erteiltest ihnen die Vollmacht zur Vergebung der Sünden. * Auch den Thomas ließest du nicht in den Wogen * des Unglaubens ertrinken. * Darum gewähre auch uns die wahre Erkenntnis * und Vergebung der Sünden, barmherziger Herr.

Zehntes Auferstehungsevangelium

In jener Zeit erschien Jesus seinen Jüngern wiederum am See von Tiberias; er erschien aber so: Simon Petrus und Thomas, der auch Didymus genannt wird, und Nathanaël, der von Kana in Galiläa, und die Söhne des Zebedä’us und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus spricht zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sprechen zu ihm: Auch wir kommen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen sogleich in das Boot; und in jener Nacht fingen sie nichts. Doch als es schon frühmorgens wurde, stand Jesus am Ufer; allerdings wussten die Jünger nicht, dass es Jesus ist. Jesus spricht nun zu ihnen: Kinder, habt ihr keine Zuspeise? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sprach zu ihnen: Werfet das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet finden. Sie warfen es also aus und waren nicht stark genug, es zu ziehen wegen der Menge der Fische. Jener Jünger nun, den Jesus liebte, sagt zu Petrus: Es ist der Herr. Simon Petrus nun, als er hörte, dass es der Herr sei, gürtete das Obergewand um – denn er war entblößt – und warf sich in den See. Die anderen Jünger aber kamen mit dem Boot – denn sie waren nicht weit vom Land, sondern nur etwa zweihundert Ellen – und schleppten das Netz mit den Fischen. Wie sie nun ans Land ausstiegen, sehen sie ein Kohlenfeuer liegen und einen Fisch daraufliegen und Brot. Jesus spricht zu ihnen: Bringet von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt. Simon Petrus ging hinauf und zog das Netz ans Land, voll mit einhundertdreiundfünfzig großen Fischen; und obwohl es so viele waren, riss das Netz nicht. Jesus spricht zu ihnen: Kommt, frühstücket. Keiner aber von den Jüngern wagte, ihn zu befragen: „Wer bist du?“, da sie wussten, dass es der Herr ist. Jesus kommt nun und nimmt das Brot und gibt es ihnen, und gleicherweise den Fisch. Dieses dritte Mal schon machte sich Jesus seinen Jüngern offenbar, nachdem er von den Toten auferweckt worden war. (Joh 21, 1-14)*
Exapostelarion
Der See einst von Tiberias die Zebedäussöhne * mit Petrus und Nathanael und weiteren zwei Jüngern * samt Thomas lud zum Fange ein. Und sie auf Christi Weisung * das Netz warfen zur Rechten aus und fingen viele Fische. * Als Petrus ihn erkannt, da zog' s ihn hin zu ihm. Es war dies * das dritte Mal, dass er erschien, zeigt' Brot und Fisch auf Kohlen.
Theotokion
Den Herrn, der ist auferstanden am dritten Tag aus dem Grabe, flehe an, o Jungfrau, für jene, welche dich besingen und in Liebe seligpreisen. Denn dich besitzen wir alle als Zuflucht des Heiles und als Mittlerin zu ihm. Sind wir doch dein Anteil und deine Diener, Gottesgebärerin, und auf deinen Beistand unser aller Blicke sich richten.
Stichire zum Evangelium
Ton 6
Nach dem Abstieg in den Hades * und der Auferstehung von den Toten, * da zagten verständlicherweise * der Trennung wegen, o Christus, die Jünger * und wandten ihrer Arbeit sich zu. * Und wiederum Boote und Netze * und kein Fang weit und breit! * Doch da erschienest du, Erretter, * als Gebieter über alles * und befahlest aufzuwerfen * die Netze zur rechten Seite. * Und das Wort ward sogleich ins Werk gesetzt, * und groß war die Menge der Fische, * und wunderbar das Mahl, bereitet an Land. * Wie daran teilnahmen einstens deine Jünger, * so würdige auch uns nun, o menschenliebender Herr, * uns geistig daran zu laben.

Elftes Auferstehungsevangelium

In jener Zeit erschien Jesus seinen Jüngern, nachdem er von den Toten auferweckt worden war, und spricht zu Simon Petrus: „Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich mehr als diese?“ Er sagt zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.“ Spricht er zu ihm: „Hege meine Lämmer.“ Wiederum spricht er zu ihm zum zweiten Mal: „Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich?“ Er sagt zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.“ Spricht er zu ihm: „Weide meine Schafe.“ Er spricht zu ihm zum dritten Mal: „Simon, Sohn des Jonas, hast du mich lieb?“ Petrus wurde traurig, weil er zu ihm zum dritten Mal sprach: „Hast du mich lieb?“, und sagt zu ihm: „Herr, du weißt alles; du erkennst, dass ich dich lieb habe.“ Jesus spricht zu ihm: „Hege meine Schafe. Amen, amen, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingest umher, wohin du wolltest. Wann du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und hinbringen, wohin du nicht willst.“ Dies aber sagte er, um zu bezeichnen, mit welchem Tod er Gott verherrlichen werde. Und als er dies gesagt hatte, spricht er zu ihm: „Folge mir nach.“ Petrus wandte sich um und sieht den Jünger nachfolgen, den Jesus liebte, der sich auch beim Abendessen an seine Brust gelehnt und gesagt hatte: „Herr, wer ist es, der dich überliefert?“ Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: „Herr, dieser aber – was ist mit ihm?“ Jesus spricht zu ihm: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Du folge mir nach.“ Dieses Wort nun ging aus unter die Brüder, dass jener Jünger nicht sterbe. Doch Jesus sprach nicht zu ihm, dass er nicht sterbe, sondern: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an?“ Dieser ist der Jünger, der davon zeugt und dies geschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist. Es gibt aber auch vieles andere, was Jesus getan hat; wenn dies alles einzeln niedergeschrieben würde, so könnte – meine ich – selbst die Welt die Bücher, die zu schreiben wären, nicht fassen. Amen. (Joh 21, 15-25)*
Exapostelarion
Nachdem er auferstanden war, * stellte der Herr dem Petrus * dreimal die Frage: Liebst du mich? * und setzte ihn zum Ersten * der Hirten seiner Schafe ein. * Als der nun aber jenen, * den Jesus liebte, folgen sah, * da fragt er den Gebieter: * Was ist mit ihm? Er aber sagt: * Was ficht' s dich an, o Petrus, * wenn ich will, dass er bleiben soll, * bis dass ich wiederkomme?
Theotokion
O schreckliches Mysterium! * O unfassbares Wunder! * Im Tode wurde ganz und gar * der Tod nun überwunden. * Wer sollte nicht besingen wohl * dein Auferstehn, o Logos, * und wer es nicht verehren tief * und jene, die in Reinheit * im Fleische dich geboren hat * wahrhaft als Mutter Gottes? * Auf ihre Bitten alle denn * erlöse von der Hölle.
Stichire zum Evangelium
Ton 8
Als du erschienest deinen Jüngern, Erretter, * nach der Auferstehung, * da übertrugst du dem Simon * das Weiden der Schafe * als Vergeltung der Liebe * und fordertest ihn auf, sich zu sorgen * um das Hüten der Herde. * Und darum sprachest du: * Wenn du mich liebst, o Petrus, * so weide meine Lämmer, * weide meine Schafe! * Der aber bewies augenblicklich * sein liebreiches Wesen, * als er stellte die Frage * nach dem anderen Jünger. * Auf ihre Bitten, o Christus, * bewahre deine Herde * vor Wölfen, welche ihr schaden.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


Nächster Gottesdienst
Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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